Kinderhilfe Afghanistan

"Die Tinte des Schülers ist heiliger als das Blut des Kämpfers und Märtyrers".
(islamische Weisheit)



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Aktion Kleiner Prinz finanziert Schulprojekt in Afghanistan
Der Vorstand der Aktion Kleiner Prinz hat beschlossen, ein Schulprojekt der "Kinderhilfe Afghanistan" des Regensburger Arztes Dr. Reinhard Erös und seiner Frau Annette, zu unterstützen, um dazu beizutragen, den Teufelskreis aus mangelnder Bildung, Unterentwicklung und Fanatismus zu durchbrechen.

Die meisten Schulen in Afghanistan sind zerstört, Mädchen vom Unterricht ausgeschlossen, Frauen an einer Berufsausübung gehindert - Krieg und Bürgerkrieg sowie sechs Jahre Terror-Regime unter dem Steinzeit-Islam der Taliban haben in dem Land am Hindukusch eine Bildungswüste ohnegleichen hinterlassen.
Bis zum heutigen Tag werden in den Koranschulen Tausende von Jungen, vor allem Waisenkinder, zu Fanatismus und Hass gegen alles Westliche, "Unislamische", indoktriniert und damit zu neuen Taliban und potentiellen Selbstmordattentätern erzogen.

Noch während des Taliban-Regimes gründete Dr. Erös 1998, gemeinsam mit seiner Frau Annette, die "Kinderhilfe Afghanistan", die seit Herbst 2001 mehrere Schulen in Afghanistan aufgebaut hat. Der seit 2002 pensionierte Oberstarzt der Bundeswehr leistet in seiner Freizeit seit über 20 Jahren humanitäre Hilfe in Krisenregionen Afrikas und Asiens. Seit 1985 engagiert er sich besonders in und für Afghanistan. Für seinen humanitären Einsatz wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Marion-Gräfin-Dönhoff-Preis.
Die Aktion Kleiner Prinz wird die Finanzierung einer Berufsschule für Mädchen übernehmen, die in den Ostprovinzen des Landes, den einstigen Hochburgen von Taliban und Al Qaida, geplant ist.
Die Schule "Aktion Kleiner Prinz" wird ca. 50.000 Euro kosten. Die "Kinderhilfe Afghanistan" wird den Bau organisieren und überwachen. Die Initiative der Familie Erös verfügt in Afghanistan über mehrere hundert ausschließlich afghanische Mitarbeiter. Leitende Funktionen haben Afghanen übernommen, die entweder in Deutschland gelebt haben oder mit Dr. Erös seit Jahren freundschaftlich verbunden sind.

Eine wichtige Devise beim Bau der Schulen lautet, so viele Arbeitskräfte wie möglich und so wenig Baumaschinen wie nötig einzusetzen: Alle Arbeiten werden "von Hand" ausgeführt. Jeder Bauarbeiter kann dadurch seine Familie für einige Monate ernähren.
Dr. Erös hegt keine Befürchtungen, dass seine Schulen von Taliban angegriffen oder niedergebrannt werden, wie es in anderen Provinzen bereits geschehen ist: "Die Bauern aus der Umgebung haben beim Bau mitgeholfen. Es ist die Schule der Einheimischen." Und er ist überzeugt davon, dass gut ausgebildete junge Leute sich nicht den Taliban anschließen.
Da das vom afghanischen Staat finanzierte Grundgehalt der Lehrer sehr niedrig ist, bezahlt die "Kinderhilfe Afghanistan" aus Spendenmitteln einen kleinen Gehaltszuschlag, so dass ein afghanischer Lehrer ca. 50 Euro Gehalt im Monat bekommt. Die "Kinderhilfe Afghanistan" arbeitet ohne Öffentliche Fördermittel und wird privat über Spendengelder finanziert. Annette und Reinhard Erös halten - ohne Honorar - regelmäßig Vorträge in Deutschland.


Das Schulprojekt ist nunmehr das vierte Afghanistanprojekt der Aktion Kleiner Prinz seit Beginn der amerikanischen Antiterror-Operation nach dem Anschlag vom 11. September 2001:
Im Winter 2001 sammelte die AKP für afghanische Flüchtlingskinder über 70 t Kleidung, die mit zwei gecharterten Flugzeugen ins pakistanische Peshawar gebracht und von der Unicef verteilt wurden.
Im Sommer 2004 wurde der mit einem schweren Herzfehler geborene afghanische Junge Ammanu mit finanzieller Hilfe der Aktion Kleiner Prinz an der Uniklinik in Münster erfolgreich operiert.
Ebenfalls im Jahr 2004 stellte die Aktion Kleiner Prinz 10.000 Euro für die Kinderzentren "Aschiana", Orte der Zuflucht und Bildung für Straßenkinder in Afghanistan, zur Verfügung.