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Im Kreis Warendorf gibt es den Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung e. V. Dies ist ein
gemeinnütziger Verein (Drogenberatungstelle), der bislang durch das Land NRW, den Kreis Warendorf
und die Stadt Ahlen finanziert wurde.
Es ist Ziel des Vereins, die möglichst flächendeckende Versorgung von Hilfe suchenden Drogenkonsumenten
und deren Angehörigen sicher zustellen. Da es sich bei der Größe des Kreises Warendorf und der zumeist
ländlichen Struktur für Klienten und Interessierte als schwierig erwies, die Beratungsstelle in Ahlen
aufzusuchen, wurde im April 1997 das Projekt DROBS-Mobil initiiert. Das DROBS-Mobil ist ein auffällig
lackiertes Fahrzeug, mit dem an festen Tagen und Zeiten die Standorte
- Oelde
- Ennigerloh und
- Warendorf
von Mitarbeitern der Drogenberatungsstelle angefahren werden. Im DROBS-Mobil werden folgende Hilfen
für Drogenkonsumenten und deren Angehörige angeboten:
- Beratung und Information zu Drogensubstanzen und deren Wirkung
- Vermittlung von Konsumenten in Entgiftungs- und Therapieeinrichtungen
- Vermittlung Konsumenten in Substitution (Methadonprogramm)
- Vermittlung an weitere Angebote der Beratungsstelle (Angehörigengesprächskreis, Fachstelle für Suchtvorbeugung)
- Unterstützung im Umgang und bei Problemen mit Behörden
- Angebot von unverbindlichen Gesprächen
- Kostenloser Spritzentausch und kostenlose Kondomabgabe
- Ausgabe von Informationsmaterial
Das DROBS-Mobil steht in Warendorf donnerstags von 15.00 bis 17.00 Uhr auf dem Oberen Lohwall
allen, die Hilfe und Beratung suchen, zur Verfügung. Durchschnittlich suchen 4 Personen das DROBS-Mobil
während des Aufenthalts in Warendorf auf.
Nach eigenen Angaben schätzen die Klientinnen und Klienten das Angebot des DROBS-Mobil aufgrund seiner
unmittelbaren Erreichbarkeit im Nordkreis, seines unbürokratischen Arbeitsansatzes und der
Gewährleistung von Anonymität sehr hoch ein.
Zusätzlich zum Standortangebot in Warendorf findet das Drobs-Mobil seinen Einsatz in der
Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit im gesamten Kreisgebiet.
Da sich das Land, der Kreis Warendorf und die Stadt Ahlen mehr und mehr aus der Finanzierung der
Drogenberatung zurückziehen, ist der Einsatz des DROBS-Mobil akut gefährdet.
Damit das DROBS-Mobil auch weiterhin nach Warendorf kommen kann, wurde 2001 von Warendorfer Stadträten
der Förderverein DROBS-Mobil Warendorf e. V. gegründet, mit dem Ziel, Spenden für den Erhalt der
Einrichtung zu sammeln.
Nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Unterstützung dieses Vereins durch die Aktion Kleiner Prinz,
konnte in den letzten Jahren der notwendige Betrag zusammengebracht werden, so dass das DROBS-Mobil
auch weiterhin donnerstags nach Warendorf fahren kann.
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