Krankenhaus Afghanistan

Die Aktion Kleiner Prinz unterst�tzt eine mutige Afghanistan-Initiative



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Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert: die Taliban sind wieder auf dem Vormarsch, Anschl�ge, Entf�hrungen, Armut und vielerorts Chaos beherrschen das Land. Kaum vorstellbar, dass ein einzelner Mensch, eine einzelne Frau sich auf eigene Faust in dieses Land wagt, um den leidenden Menschen und vor allem den Schw�chsten unter ihnen, den Kindern, vor Ort zu helfen!

Brigitte Weiler aus Herrenberg bei Stuttgart ist eine solche Frau, die den Menschen dort beisteht, wo sich keine Hilfsorganisation um sie k�mmert. Die 55j�hrige gelernte Krankenschwester, Rettungssanit�terin und Schiffsoffizierin kennt das geschundene Land seit 20 Jahren, war also schon w�hrend des sowjetischen Besatzungskrieges dort und spricht die Landessprache. 2004 gr�ndete sie den gemeinn�tzigen Verein Cabilla (=Zufluchtsort). Unerm�dlich sammelt sie private Spenden, von denen sie f�r Kinder in einem Waisenhaus, in Fl�chtlingslagern und f�r eine Klinik in abgelegenen Gegenden Nordafghanistans Kleidung, Schulsachen und Medikamente kauft. Regelm��ig versorgt sie die ambulante Shaba-Poliklinik in einem einsamen, unwegsamen Gebirgstal n�rdlich von Kabul mit lebensnotwendigen Medikamenten (u. a. Antibiotika, Wurmmittel, Desinfektionsmittel, Verbandszeug), da die Versorgung durch die Regierung nicht einmal den Minimalbedarf abdeckt. Sobald sich herumspricht, dass neue Medikamente angekommen sind, erh�ht sich die Zahl der Hilfesuchenden von 30-50 auf 100 am Tag!
In oft tagelangen Fu�m�rschen qu�len sich die Patienten in die Klinik, weil sie sonst nirgendwo medizinische Behandlung erhalten k�nnen. "Ich habe erlebt", berichtet Brigitte Weiler, "dass eine Mutter ihre beiden schwer an Durchfall erkrankten Kinder auf den Armen �ber den beschwerlichen Weg in die Klinik geschleppt hat, weil es keine andere M�glichkeit f�r sie gab."

Obwohl Frau Weiler die Spenden, die sie erh�lt, aus eigener Tasche aufstockt, reicht das Geld bei weitem nicht aus. Deshalb hat sie sich im Oktober vergangenen Jahres mit der Bitte um Unterst�tzung an die Aktion Kleiner Prinz gewandt. Im Januar 2008 lud der Vorstand sie nach Warendorf ein. Sie berichtete sehr fesselnd �ber ihre Projekte; mindestens einmal im Jahr reise sie nach Afghanistan, aber nur dann, wenn die Sicherheitslage es erlaube und ihr die dortigen Freunde Entwarnung g�ben. Auf die Frage, ob sie keine Angst habe, sagte sie: "Doch, Angst ist sogar notwendig. Ich bin nicht leichtsinnig und passe mich den �rtlichen Gegebenheiten an. Jedoch zeigen terroristische Anschl�ge auch in Europa, dass einem �berall etwas passieren kann. Ich habe in Afghanistan ein Netz von guten Bekannten und werde bei meinen Reisen von einem Leibw�chter und einem Fahrer begleitet, denen ich vertrauen kann. Die Menschen dort brauchen mich."

Die Aktion Kleiner Prinz beschloss, diese bewundernswert couragierte Frau finanziell zu unterst�tzen. Frau Weiler, die Mitglied der Aktion Kleiner Prinz geworden ist, wird regelm��ig �ber ihre Arbeit in Afghanistan berichten und bittet um Spenden f�r die von unvorstellbarer Not betroffenen Kinder in einem Land, in dem der Krieg kein Ende nimmt.

Foto: Brigitte Weiler mit zwei Waisenkindern in Afghanistan