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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Jahresbericht 2013

Das Jahr 2013 wurde in besonderem Maße geprägt durch zwei große Katastrophen: die Überschwemmung im Elbe-Havelgebiet und den Taifun Haiyan auf den Philippinen.
Das Elbehochwasser
Im Juni 2013 wurde das Elbe-Havelgebiet nach anhaltenden Regenfällen überschwemmt. Die Not der betroffenen Menschen war und ist groß. Wohnhäuser, aber auch Kitas und Ju- gendheime, standen unter Wasser. Freunde und Förderer reagierten spontan auf den Spen- denaufruf der Aktion Kleiner Prinz. Gemeinsam mit Rolf Zuckowski und dem Verein Elbkin- derland e.V. bemühte sich die Aktion Kleiner Prinz um schnelle Hilfe, vor allem auch für die Kinder, von denen viele traumatisiert waren. Rolf Zuckowski zu der Hilfsaktion: „Wir haben an der Elbe oft miteinander gesungen und gefeiert, nun heißt es, auch in der Not füreinander da zu sein." Die Aktion Kleiner Prinz finanzierte zunächst mehrere betreute Ferienfreizeiten, unter anderem auch ein „Aufbaucamp“, in dem mit Hilfe von Jugendlichen eine beschädigte Freizeiteinrichtung wieder aufgebaut wurde.
Im Oktober besuchte ich gemeinsam mit Herrn Heinz-Josef Schulze Kappelhoff und den Verantwortlichen von Elbkinderland e.V. das Elbe-Havelgebiet.
Wir waren entsetzt über die Schäden, aber auch angetan von der Hilfsbereitschaft und der Gemeinschaft untereinander. Die Hilfen wurden vom Arbeitskreis Fluthilfe koordiniert, der sich aus verschiedenen Organisationen, Gemeinden und Pfarreien vor Ort zusammensetzt. So konnte zahlreichen Familien in besonderen Härtefällen geholfen werden. Noch heute leben Familien, deren Haus zerstört ist, in für sie angemieteten Containern.
Für die Hilfs- und Spendenbereitschaft werden Rolf Zuckowski und die Aktion Kleiner Prinz sich mit einem Konzert am 6. Juli Warendorf bedanken.
"Bangon Philippino!" - Steh wieder auf, Philippino!
Dieser Satz an dem zerstörten Rathaus von Ormoc auf der Insel Leyte hat Teresita Koop- man tief beeindruckt. Schon kurz nach dem verheerenden Taifun, der im November 2013 große Teile der Philippinen zerstörte, war sie vor Ort. Teresita Koopmann ist gebürtige Phi- lippinin und hatte lange vor der Katastrophe einen Urlaub in ihrem Heimatland geplant. Statt Urlaub zu machen, wollte sie ihren Landsleuten beistehen und bat die Aktion Kleiner Prinz um Hilfe.
Sofort nach ihrer Ankunft begann Teresita Koopmann, gemeinsam mit einer Freundin in abgelegenen Dörfern, die von keiner Hilfsorganisation erreicht worden waren, zunächst Nah- rungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs wie Reisnudeln, Dosenfisch, Seife, Kerzen und vieles mehr zu verteilen. Später versorgte sie Familien mit Dachblechen zum Schutz vor den häufigen Regenfällen. Durch das Engagement von Frau Koopmann konnte ein Gesundheits- zentrum wieder aufgebaut werden, so dass die Babys nicht mehr auf gestampftem Boden und unter freien Himmel geboren werden. Waisenkindern sichert sie die Möglichkeit, die Schule wieder zu besuchen.
Mit der Verteilung von 50-Kilo- Reissäcken für 36 Euro pro Stück sichert sie einer sechs- köpfigen Familien den Unterhalt für 4-6 Monate, d.h. runter gerechnet mit 1erreicht man, dass ein Kind 1 Monat keinen Hunger erleiden muss.

Nun zu unseren Projekten von „A“ wie Afghanistan bis „U“ wie Uganda:
Brigitte Weiler ist auf der Hut, wenn sie mit ihren drei Begleitern in den Tälern nördlich von Kabul / Afghanistan unterwegs ist. Die Gründerin der Hilfsorganisation Cabilla, die im Auf- trag der Aktion Kleiner Prinz in der Region Hilfsgüter verteilt, geht keine unnötigen Risiken ein und bemüht sich, möglichst wenig aufzufallen. Wie in den Jahren zuvor, verteilte sie im November und Dezember 2013 Winterkleidung und Schulmaterial in abgelegenen Tälern. Die Hilfsgüter wurden auf dem Markt in Kabul besorgt. 1500 Kinder versorgte Brigitte Weiler mit Anoraks und Schuhen. Viele Frauen in der Region haben ihren Mann verloren. Um ihnen die Chance für ein kleines eigenes Einkommen zu geben, verteilte Brigitte Weiler handbe- triebene Nähmaschinen und Stoffballen. In der Shaba-Gesundheitsstation wurde bereits sehnsüchtig die Medikamentenlieferung erwartet. Auf der Rechnung, die sie der Aktion Klei- ner Prinz mitbringt, sind 46 verschiedene Medikamente aufgelistet. 337.297 Afghani, das sind rund 4500 Euro hat die Lieferung gekostet, die nach Auskunft des lokalen Apothekers für ein halbes Jahr ausreicht.
Im Oktober 2013 unternahm ich gemeinsam mit Klaus Chmiel und Dieter Grothues eine Projektreise nach Bosnien. Wir waren beeindruckt von der Arbeit der Oase. Der Schwerpunkt der Arbeit hat sich von der psychosozialen Unterstützung, die als Folge des Krieges in be- sonderer Weise erforderlich war, hin zu einer hauptsächlich materiellen Unterstützung be- dürftiger und behinderter Kinder verlagert.
Wir besuchten auch eine Schule in Lubija. Früher hat es hier ein Stahlwerk gegeben, das geschlossen worden ist. Die Folge war eine Arbeitslosenquote von über 40 Prozent Wir wa- ren erschüttert über so viel Hoffnungslosigkeit und tatsächlichen Hunger. 90 Schüler werden von der Oase täglich durch ein Schulspeisungsprogramm unterstützt. Als wir beobachteten, wie ein etwa Zehnjähriger die Hälfte seines Brötchens aufsparte, um es seinem Bruder nach Hause mitzubringen, waren wir wie gelähmt. Spontan beschlossen wir, zusätzlich warme Winterkleidung für die bedürftigsten Kinder zur Verfügung zu stellen. Die Armut dort ist ein- fach unvorstellbar.
Zusätzlich verabredeten wir mit Bread of Life ein Schulprojekt in Prijedor. Der Kontakt war zuvor durch E-Mails und Telefonate geknüpft worden. Danko Malesevic, der Leiter von Bread of Life, ist gleichzeitig auch Leiter der evangelischen Gemeinde in Prijedor. 30 Kinder und Jugendliche, die bisher noch keine Schule besucht haben, sollen für einen Schulbesuch motiviert werden. Wir beschlossen, dass 50 Prozent Romakinder ausgewählt werden sollten. Wichtige Elemente des Projektes sind finanzielle Anreize wie Schulspeisung, Übernahme der Kosten für Kleidung und Schulmaterial. Auch die Eltern werden mit einbezogen. Das Problem ist, dass nur zehn Prozent der erwachsenen Roma eine Ausbildung haben und viele auch keinen Sinn darin sehen. Wenn sich diese Einstellung nicht ändert, wird sich gar nichts ändern. Für unsere Zustimmung zu diesem Projekt war wichtig, dass Bread of Life versicherte, Kinder und Jugendliche würden finanziell nur gefördert, wenn sie und ihre Eltern die ge- troffenen Vereinbarungen für einen regelmäßigen Schulbesuch einhielten.
Nach seiner Rückkehr von einer Inspektionsreise nach Haiti im März 2013 konnte Thomas Diehl von der Haiti-Not-Hilfe Enniger dem Vorstand der Aktion Kleiner Prinz Positives berichten, was ich nach einer weiteren Reise 2014 erneut zusammen mit Thomas Diehl, Dieter Grothues und Dr. Timm Schubert bestätigen kann. Die auf dem Waisenhausgelände gebau- te Schule ist fertig. Fünf Lehrer unterrichten seitdem nicht nur die Kinder, die in dem Wai- senhaus von FMCS wohnen, sondern mehr und mehr auch Kinder aus der Nachbarschaft. Die Schuluniform wurde betont einfach gehalten, um auch bedürftigen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Die Schule wurde in konventioneller Bauweise errichtet. Der Bauleiter hat gute Arbeit geleistet und den Bau einwandfrei und fristgerecht fertiggestellt.
Im Augenblick sind die beiden Wohnhäuser, je eins für Mädchen und für Jungen, im Bau und werden hoffentlich in sechs bis acht Monaten bezugsfertig sein.
Erfreulicherweise hat Herr Dr. Timm Schubert den Haitifilm bereits fertiggestellt und wird ihn gleich vorführen.
Regelmäßig berichtet Reverend Victor über das Waisenhaus und "seine" Kinder in Indien. Er schreibt, den Kindern gehe es gut. Sie lernten eifrig und bereiteten die Prüfungen vor. Während der Sommerferien 2013 hatte Reverend Victor 15 Kinder aus dem ehemaligen Tsunamigebiet neu ins Waisenhaus aufgenommen. Mit jetzt 48 Kindern ist die von ihm zu- gesagte Zahl von 45 bis 50 Kindern wieder erreicht. Zuvor hatten viele Kinder ihre Ausbil- dung abgeschlossen und danach das Haus verlassen.
Die angegliederte "Nest"-Schule ist zur "High School" aufgewertet worden. Damit honoriert die indische Verwaltung die Bedeutung der Schule für die Bildung im ländlichen Bereich.
Das Langzeitengagement der Aktion Kleiner Prinz im Kongo wurde 2013 fortgesetzt. Der Vorstand beschloss, den Bau einer Schülerbücherei für das Schulzentrum in Kimbulu, das inzwischen von 760 Kindern besucht wird, mit 25.000 Euro zu unterstützen. Begründung: Das Projekt ist nachhaltig. Bildung ist das Wichtigste, was einem jungen Menschen mitgege- ben werden kann, gerade in Krisenregionen.
Außerdem wurde eine Solaranlage für das Schulzentrum Kimbulu bezuschusst.
Im Juli 2013 erhielten wir Besuch von Lore Bohm aus Namibia. Frau Bohm erzählte von ih- ren neuesten Plänen. Sie möchte den Verein C.H.A.I.N. (Children with Handicaps Action in Namibia) unterstützen, der in Swakopmund ein Heim für behinderte Kinder unterhält und dieses vergrößern will. Sie plant, mit Hilfe von Sponsoren genug Geld zu sammeln, um den Bau des dazugehörigen Kindergartens zu finanzieren. Dazu bat sie um die Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz.
Die vorgelegten Pläne waren so überzeugend, dass die anwesenden Vorstandsmitglieder spontan entschieden, dass die Aktion Kleiner Prinz die Kosten für die sanitären Anlagen des Kindergartens, Therapieräume, einen Schlafraum und den Spielplatz übernimmt. Die Bauar- beiten sollten im September beginnen. Inzwischen hat sich allerdings herausgestellt, dass das Vorhaben auf Anfang 2014 verschoben werden musste.
Bei ihrem Besuch berichtete Lore Bohm auch über die anderen von ihr unterstützten Kindergärten und erzählte von „ihren“ Kindern in den Slums, die ohne den Besuch dieser Kindergärten keine Chance auf eine gute Ausbildung hätten.
Benjamin Schaeffer, unser Projektpartner in Pakistan, bestätigte im Januar 2013 die Fertig- stellung der Schule in GM Khaskhaili Badin. 80 lernbegierige Kinder besuchen nun diese neue Schule, die von der Aktion Kleiner Prinz finanziert wurde. Die provisorische Zeltschule, die Kindern und Lehrern Atemwegs- und sonstige gesundheitliche Probleme beschert hatte, gehörte damit endgültig der Vergangenheit an.
In zwei Bauabschnitten wurden danach von der ARO Pakistan mit finanzieller Unterstützung durch die Aktion Kleiner Prinz insgesamt 117 einfache Wohnhäuser für pakistanische Fami- lien, Opfer der Überschwemmungskatastrophe, gebaut.
Im April 2013 beschloss der Vorstand, Benjamin Schaeffer auch die weitere Unterstützung in Form von Schulgeld für zehn Kinder der deutsch-pakistanischen Modellschule in Peshawar für zunächst drei weitere Jahre zuzusagen. Die Schule genießt hohes Ansehen und bildet einen Gegenpol zu den radikalen Koranschulen. Auch arme Kinder werden aufgenommen.
Im September 2013 finanzierte die Aktion Kleiner Prinz mit mehr als 6000 Euro den Transport von Schulmöbeln nach Pakistan. Hintergrund: In Deutschland müssen im-
mer mehr Schulen geschlossen werden. Aus diesem Grunde wurden Benjamin Schaeffer gut erhaltene Schulmöbel angeboten, die er für drei von ihm unterstützte Schulen in Pakistan, darunter die deutsch-pakistanische Modellschule, gut gebrauchen konnte. Herr Schaeffer bat darum die Aktion Kleiner Prinz um Übernahme der Transportkos- ten für zwei Container. In Pakistan gibt es keine Möbel in vergleichbarer Qualität, und selbst der Kauf minderwertigerer Möbel wäre mehr als doppelt so teuer wie der Transport deut- scher Schulmöbel nach Pakistan. Der weite Transport machte also in diesem Falle Sinn.
Das Budget für das Reha-Zentrum der Caritas Satu Mare / Rumänien wurde ab Januar 2013 auf 30.000,00 Euro pro Jahr erhöht. Trotz Mitgliedschaft in der EU ist Rumänien nach wie vor bitterarm. Die staatlichen Mittel würden für die Unterhaltung des Zentrums für behin- derte Kinder nicht ausreichen.
Ebenfalls nach Rumänien gehen die Hilfstransporte der Aktion Kleiner Prinz – im Septem- ber 2013 wurde der 200. Transport nach Satu Mare auf den Weg gebracht. Der LKW wurde mit Nahrungsmitteln und weiteren Dingen des täglichen Bedarfs komplettiert, die mit der Caritas Satu Mare im Vorfeld abgestimmt worden waren.
Rumänien ist auch das Ziel der alljährlichen Weihnachtspäckchenaktion, die 2013 am 27. November stattfand. Die Veranstaltung auf dem Warendorfer Wilhelmsplatz war wieder ein Erlebnis. Den ganzen Vormittag rollten Fahrzeuge an, Kindergruppen gaben stolz ihre Päck- chen an die Helfer auf den bereit stehenden LKW weiter. Man konnte sehen, wie viel Freude den Kindern das Schenken bereitete. Am Abend sah man nur zufriedene Gesichter. 11.350 Päckchen wurden gepackt, 11.350mal Weihnachtsfreude für Kinder, die größtenteils zu Weihnachten außer den Päckchen aus Deutschland keine Geschenke bekommen. Auf den für Satu Mare bestimmten LKW konnten außerdem neben den Weihnachtspäckchen drin- gend benötigte Hilfsgüter geladen werden. „Danke für die geschenkte Freude und Hoffnung, die sich in den leuchtenden Augen widerspiegeln", schrieb Tünde Löchli, Direktorin der Caritas Satu Mare. Sie berichtete, gerade im Winter seien die Kosten für die Heizung so hoch, dass viele Menschen sich außer den Grundnahrungsmitteln so gut wie nichts leisten könnten. An Geschenke für ihre Kinder sei nicht zu denken. Umso mehr freuten sich alle Be- schenkten über die liebevoll gestalteten Weihnachtspäckchen aus Deutschland. Auch aus Medias erreichten uns Fotos von der Verteilung der Päckchen, verbunden mit dem herzlichen Dank des Bürgermeisters.
Bei der Gelegenheit: Auch bedürftige deutsche Kinder wurden zu Weihnachten wieder von der Aktion Kleiner Prinz beschenkt. Wie in den Vorjahren, hatte die Warendorfer Caritas die Wünsche der Kinder und Jugendlichen erfragt und die Aktion koordiniert. So war sichergestellt, dass die Päckchen wirklich Freude in die Familien brachten.
In seiner Sitzung vom 08. Januar 2013 beschloss der Vorstand, das Gesundheitsprojekt von Elvira Pöhland in Uganda mit einem Gesamtvolumen von 70.000 Euro zu fördern. Über die abgeschlossenen Gesundheitsprojekte hatte der Vorstand zuvor detaillierte Rechenschaftsberichte erhalten. Der Vorstand war beeindruckt von Frau Pöhlands erfolgreicher Arbeit.
Zu den Projekten für 2013 gehörte neben Unterstützung im gesundheitlichen und medizinischen Bereich die Erweiterung einer Schule, der „Collage Nursery und Primary School Nyamirima". Der Ruf dieser Schule war so gut, dass die Zahl der Schüler innerhalb eines knappen Jahres von 52 auf 184 Kinder stieg und die Schule, wie Frau Pöhland berichtete, „aus allen Nähten platzte".

Einige regelmäßige Aktionen sind inzwischen aus dem Warendorfer Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken.
Als erstes ist hier der Hoffnungslauf für Kinder in Not zu nennen, der immer am Samstag nach Pfingsten stattfindet - 2013 war das der 25. Mai. Er wurde im Jubiläumsjahr wieder mit einem „Froschrennen“ kombiniert.
Den ganzen Tag herrschte zwischen den Emsbrücken reges Treiben. Wo man hinschaute, sah man fröhliche Gesichter, und ein interessantes Rahmenprogramm sorgte für Abwechslung vor und nach dem Start. Die 2110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer legten insgesamt 17.049 Kilometer zurück. Das bedeutete 17.049 Euro von der Sparkasse Münsterland Ost für Kinder in Not.
Die 1.200 knallroten Plastikfrösche starteten um 16 Uhr zwischen den Emsbrücken und schwammen mit mehr oder weniger Tempo bis zur Teufelsbrücke. Am Ziel wurden sie von Mitgliedern des Wassersportvereins Warendorf, des Tauchclubs Bluering und des Kreisfischereivereins aus dem Wasser gezogen. Für die ersten 30 Frösche gab es attraktive Prei- se. Die Durchführung des Froschrennens wäre ohne die Aktiven der Wassersportvereine, die zum Teil schon frühmorgens im Einsatz waren und unter anderem Gitter anbrachten und Frösche aufbliesen, nicht möglich gewesen.
Wir waren sehr zufrieden mit dem Verlauf und dem Ergebnis der Veranstaltung, die insge- samt, Frosch- und Bücherverkauf eingerechnet, mehr als 20.000 Euro für Kinder in Not einbrachte.
Beim großen Trödelmarkt vom 29. September bis einschl. 3. Oktober wurde mal wieder nach Herzenslust gefeilscht. Alle, Verkäufer wie Kunden, hatten viel Spaß daran. Endlich stand das tolle Ergebnis fest: 33.850 Euro für Kinder in Not, diesmal für die regionalen Pro- jekte der Aktion Kleiner Prinz.
Bunt ging es zu beim alljährlichen Kindertheater. Am 10. Dezember führte Christoph Bäu- mer vom Theater Don Kid’schote, Münster, im Warendorfer Theater am Wall das Weihnachtsmärchen William Goldtaler II auf. Rund 600 Kinder erlebten in zwei Aufführungen die wundersame Wandlung eines alten, geizigen Griesgrams in einen guten Menschen, der sei- nen Reichtum großzügig teilt und arme Kinder vor dem Erfrieren und Verhungern rettet. Die- se Verwandlung ging natürlich nicht von selbst. Neben den drei Geistern der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft war die überzeugte und lautstarke Unterstützung des jungen Publikums erforderlich. Christoph Bäumer verstand es auch diesmal wieder meisterhaft, sein Publikum zu verzaubern. Schon seit 2004 spielt er ein- bis zweimal im Jahr für die Aktion Kleiner Prinz im Warendorfer TAW. Da er von der Aktion Kleiner Prinz keine Gage nimmt, können wir die Einnahmen ungekürzt für unsere Kinderhilfsprojekte in aller Welt verwenden.

Was sonst geschah im Jahr 2013:
Im Februar 2013 wurde das maßgeblich von der Aktion Kleiner Prinz mitfinanzierte Psycho- soziale Notfallversorgungs-Mobil feierlich ans DRK übergeben. In diesem Rettungswagen ist auch an eine psychische Betreuung gedacht, und man hat die Möglichkeit sich zu einem Gespräch zurückzuziehen. Dieses Projekt war von Klaus Schäffer angeregt worden.
Da die Halle an der Beckumer Straße inzwischen „aus allen Nähten platzte“, freuten sich die Vorstandsmitglieder sehr, als im September Hans-Dietmar Wolff uns die Möglichkeit bot, einen leer stehenden Verbrauchermarkt in Freckenhorst mietfrei zu nutzen. Die Räume wer- den seitdem für die Zwischenlagerung der Kleiderspenden und Trödelvorräte genutzt.
Im Oktober 2013 erhielt die Aktion Kleiner Prinz zum 13. Mal in Folge das DZI- Spendensiegel.
Am 18. Oktober wurde auf Einladung von Klaus Schäffer im Zentrum das 20jährige Bestehen der Aktion Kleiner Prinz gefeiert.
Am 6. November lud der aktive Vorstand seinerseits die Gründungsmitglieder zu einer Feier im Schmeddinghoffhaus ein.
Im Dezember 2013 wurde die neue Broschüre der Aktion Kleiner Prinz der Öffentlichkeit vor- gestellt.
Dank
Abschließen möchte ich meinen Bericht mit einem Anliegen, das mir sehr am Herzen liegt: Ich möchte Dank sagen, Dank an alle Vorstandsmitglieder, alle zahlreichen Helfer, die sich engagieren, zeitlich und körperlich oft bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit und Dank an alle Spender, die den Grundstein aller Möglichkeiten legen.
Eigentlich sind mir die Dankessätze zu wenig. Es könnte als Pflichtfloskel verstanden wer- den. Aber- wie bringe ich über, wie wichtig mir dieser Dank ist und wie intensiv ich ihn über- bringen möchte? Ich möchte keine einzelnen Namen hervorheben bei über 180 Helfern. Ich kann keine Geschenke verteilen.
Stefan Zweig hat gesagt: „Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens.“ Vielleicht konnte so die Übersicht unserer Aktivitäten 2013 uns ins Gedächtnis bringen, was in Gang gesetzt und erreicht wurde und wie viel Kindern wir helfen konnten. Dieses Bewusstsein ist der eigentli- che Dank. Diese Erinnerung bleibt in unsern Herzen als Dankbarkeit, Dankbarkeit, dass wir helfen konnten.

Maria Mussaeus, Vorsitzende

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