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Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen, sagte der Fuchs,
Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast...

Antoine de Saint-Exupéry, 'Der kleine Prinz'

Hilfe für Opfer der Schneekatatstrophe in Afghanistan

Die Schneekatastrophe in Afghanistan Ende Februar hat das Gebiet hart getroffen, das seit Jahren von der Aktion Kleiner Prinz finanziell unterstützt wird. Unsere Projektpartnerin Brigitte Weiler möchte den Menschen dort helfen. Viele der Betroffenen kennt sie persönlich.
Auf seiner gestrigen Sitzung beschloss der Vorstand der Aktion Kleiner Prinz, Frau Weilers Antrag zu entsprechen, und 20.000 Euro für die Opfer der Schneekatastrophe zur Verfügung zu stellen.

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Brigitte Weiler berichtet über ihren Hilfseinsatz in Afghanistan

"Die Sicherheit war nicht so schlecht wie beim letzten Mal; insgesamt ein erfolgreicher Einsatz", schreibt Brigitte Weiler. Vom 5. Januar bis zum 13. März hat sie sich in Afghanistan aufgehalten und viele Hilfen auf den Weg gebracht. Sie hofft weiterhin auf finanzielle Unterstützung durch die Aktion Kleiner Prinz, um ihre Arbeit in Afghanistan fortsetzen zu können.

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Hier ein Auszug aus Frau Weilers Bericht:
"In den von der Lawinenkatastrophe im letzten Frühjahr betroffenen Dörfern Abdullakhel, Tol, Aréeju, Dostali und Shaba konnten wir insgesamt 1.300 Kinder mit Winterkleidung und Schulmaterial versorgen
Die SNI-Gehörlosenschule (Shelter Now International) in Kabul bekam von uns Schreibwaren für 50 Kinder.
Zwei armen Familien konnten wir mit Lebensmitteln und Kohle helfen. Sie leben in großer Armut.
Einem schwer kranken Jungen finanzierten wir den Flug nach Indien zur Behandlung.
Wir führten eine Erkundungsfahrt zu vier zerstörten Schulen durch und hoffen, in Zusammenarbeit mit SNI den Wiederaufbau zu erreichen.
Einen Brunnen in großer Tiefe durch Felsen mit schwerem Gerät zu bohren, war eine Kooperation von SNI und Cabilla. Bis zu 500 Familien haben nun sauberes Trinkwasser.
Die Shaba-Klinik in den Bergen und die deutsche TB-Klinik in Kabul erhielten von uns Medikamente.
Die Fahrt in die Dörfer mit Geländefahrzeugen und Schneeketten war atemberaubend und ein großes Abenteuer; wir fuhren bis 3.500 Meter hoch. Diese Dörfer hatten noch nie irgendwelche Hilfe bekommen.
Unser Safranprojekt ist gut angelaufen. Weitere Bauern werden von uns Setzzwiebeln bekommen."

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Krankenhaus Afghanistan

Mit tiefer Betroffenheit musste die Aktion Kleiner Prinz zur Kenntnis nehmen, dass Brigitte Weiler, die unser Krankenhaus Projekt in Afghanistan betreute, im Januar 2018 bei einem Taliban-Überfall in einem Hotel in Kabul ums Leben gekommen ist. Und die Lage in Afghanistan verschlimmert sich weiterhin. Die Taliban sind auf dem Vormarsch. Anschläge, Entführungen, Armut und Chaos beherrschen das Land. Kaum vorstellbar dass eine einzelne Frau sich auf eigene Faust in dieses Land wagt, um leidenden Menschen und vor allem den Schwächsten unter ihnen, den Kindern, zu helfen.
Frau Weiler in AfghanistanBrigitte Weiler aus Herrenberg bei Stuttgart war eine solche Frau, die den Menschen dort beistand, wo sich keine Hilfsorganisation um sie kümmerte. Die gelernte Krankenschwester, Rettungsassistentin und Schiffsoffizierin kannte das geschundene Land seit mehr als 20 Jahren, war also schon während des sowjetischen Besatzungskrieges dort, hatte viele afghanische Freunde und sprach die Landessprache. 2004 gründete sie den gemeinnützigen Verein Cabilla (Zuflucht). Unermüdlich sammelte sie private Spenden, von denen sie Kindern in einem Waisenhaus und in Flüchtlingslagern in den abgelegenen Gegenden Nordafghanistans Kleidung, Schulsachen und Medikamente kaufte. Regelmäßig versorgte sie die ambulante Shaba-Klinik in einem unwegsamen Gebirgstal nördlich von Kabul mit lebensnotwendigen Medikamenten (unter anderem Antibiotika, Wurmmittel, Desinfektionsmittel, Verbandszeug), da die Versorgung durch die Regierung nicht einmal den Minimalbedarf abdeckte. Sobald es sich herumgesprochen hatte, dass neue Medikamente angekommen waren, erhöhte sich die Zahl der Hilfesuchenden von 30 bis 50 auf 100 am Tag.

In oft tagelangen Fußmärschen quälen sich die Patienten in die Klinik, weil sie sonst nirgendwo medizinische Behandlung erhalten können. „Ich habe erlebt“, berichtete Brigitte Weiler, „dass eine Mutter ihre beiden schwer an Durchfall erkrankten Kinder auf den Armen über den beschwerlichen Weg in die Klinik geschleppt hat, weil es keine andere Möglichkeit für sie gab.“

CabillaNähmaschinen & Stoffe für afghanische WitwenAfghanistan 2015

Obwohl Frau Weiler die Spenden, die sie erhielt, aus eigener Tasche aufstockte, reichte das Geld bei weitem nicht aus. Deshalb wandte sie sich im Jahr 2008 mit der Bitte um Unterstützung an die Aktion Kleiner Prinz in Warendorf. Der Vorstand sagte ihr eine jährliche Summe zu, die sie für die afghanischen Flüchtlingskinder und das Krankenhaus verwendete. Auf die Frage, ob sie keine Angst habe, sagte sie: „Doch, Angst ist sogar notwendig. Ich bin jedoch nicht leichtsinnig und passe mich den örtlichen Gegebenheiten an. Andererseits zeigen terroristische Anschläge auch in Europa, dass einem überall etwas passieren kann. Ich habe in Afghanistan ein Netz von guten Bekannten und werde auf meinen Reisen von einem Fahrer und einem Leibwächter begleitet, denen ich vertrauen kann. Die Menschen dort brauchen mich.“

Brigitte Weiler war Mitglied der Aktion Kleiner Prinz. Regelmäßig berichtete sie über ihre Arbeit für die von unvorstellbarer Not betroffenen Kinder, aus einem Land, in dem der Krieg kein Ende nimmt. Ohne Frau Weiler werden wir unsere Unterstützung für die Menschen in Afghanistan nicht fortsetzen können.

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