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Hilfstransporte Rumänen Drucken

Aktuelle News zum Projekt

Die Geschichte der Hilfstransporte der Aktion Kleiner Prinz ist untrennbar mit der Geschichte der Warendorfer Kinderhilfsorganisation verbunden. Unmittelbar nach ihrer Gründung im Oktober 1993 rollten die ersten Hilfstransporte ins heftig umkämpfte Kriegsgebiet des ehemaligen Jugoslawien, um die unbeschreibliche Not der Kinder im Balkankrieg zu lindern und sie und ihre Familien wenigstens mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Fahrer nahmen gewaltige Mühen auf sich und riskierten dabei nicht selten ihr eigenes Leben.
Diese Hilfstransporte waren von Anfang an getragen von einer überwältigenden Solidarität der Warendorfer Bevölkerung, durch deren großzügige Spenden wirksame Hilfen in diesem unglaublich grausam geführten Krieg erst möglich geworden waren.

Bis heute sind über 150 Hilfstransporte nach Osteuropa unterwegs gewesen. Inzwischen fahren sie nach Rumänien, wo die Aktion Kleiner Prinz seit vielen Jahren erfolgreich mit der Caritas in Satu Mare zusammenarbeitet. Rumänien gehört immer noch zu den ärmsten Ländern Europas. Durch den Eintritt in die EU, der so viele Hoffnungen erweckt hatte, ist die Lage eher schlimmer als besser geworden, wie die Direktorin der Caritas Satu Mare, Frau Löchli, berichtet. akptrans Große Teile der rumänischen Bevölkerung leben in äußerster Armut. Die Arbeitslosigkeit ist hoch; aber auch die extrem niedrigen Einkommen reichen kaum zum Überleben, vor allem wenn eine mehrköpfige Familie davon ernährt werden muss. Besonders hart betroffen sind gesellschaftliche Randgruppen wie die Roma.
Sachspenden für Rumänien, in erster Linie Kleidung, aber auch Spielzeug, Haushaltsartikel und Möbel, werden in der Halle der Aktion Kleiner Prinz in der Beckumer Straße gesammelt. Sobald das Lager gefüllt ist, werden sie auf einen Lastwagen verladen, der auf dem Hinweg rumänische Waren ins europäische Ausland befördert und dann mit den Hilfsgütern zurück nach Rumänien fährt. Die Caritas Satu Mare hat sich zum Ziel gesetzt, längerfristige Lösungen für Kinder und Jugendliche anzubieten, die an den Rand der Gesellschaft geraten sind. Zum Beispiel wird durch Erziehungsprogramme versucht, Romakindern eine bessere Zukunftsperspektive zu vermitteln. Ohne die wichtige materielle Grundlage der Spenden wäre dies nicht möglich.

Vor Ort werden die Hilfsgüter direkt an die Menschen in den einzelnen Projekten verteilt. So erhalten Kinder der Caritaskindergärten und Schülerhorte Kleidung und Schulsachen. Alte Menschen erhalten in den Sozialstationen medizinische Hilfen, manchmal auch Lebensmittel und Kleidung. Die Verteilung der Hilfsgüter erfolgt über die Sozialhilfebüros der Caritas, von denen im gesamten Gebiet der Diözese Satu Mare insgesamt acht bestehen. Über die Empfänger der Hilfsgüter wird eine genaue Evidenz geführt. Anhand sorgfältiger Listen der Bedürftigen werden sie von den Helfern vor Ort verteilt. Ein kleiner Teil (ca. 10%) wird verkauft; vom Erlös werden die Transporte und soziale Einrichtungen der Caritas finanziert.
Die von der Aktion Kleiner Prinz ins Land gebrachten Hilfsgüter stehen nicht in Konkurrenz zu rumänischen Produkten, da die Empfänger in der Regel zu arm sind, um überhaupt etwas zu kaufen. Billigprodukte, die bedürftigen Familien allenfalls zugänglich sind, werden nicht in Rumänien, sondern in Südostasien, China oder in der Türkei hergestellt. Die Spenden aus Deutschland sind inzwischen sogar zu einem wichtigen Wirtschaftfaktor geworden: Da sie sortiert, zum Teil ausgebessert und verteilt werden müssen, entstehen bei der Caritas wertvolle bezahlte Arbeitsplätze.

Wie zu all unseren Projektpartnern pflegen wir auch zu den Mitarbeiterinnen der Caritas Satu Mare einen engen persönlichen Kontakt, der durch gegenseitige Besuche gefestigt und gefördert wird, so dass wir stets optimal über die Verwendung der gespendeten Güter informiert sind.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. August 2010 um 05:53 Uhr