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Kinderhilfe Afghanistan Drucken

„Die Tinte des Schülers ist heiliger als das Blut des Kämpfers und Märtyrers.“ (islamische Weisheit)


Im Jahr 2007 finanzierte die Aktion Kleiner Prinz im Rahmen der „Kinderhilfe Afghanistan“  mit 50.000 Euro den Bau einer Berufsschule für 60 Mädchen zwischen 14 und 20 Jahren, um dazu beizutragen, den Teufelskreis aus Unwissen, Unterentwicklung und Fanatismus zu durchbrechen.

Die meisten Schulen in Afghanistan sind zerstört, Mädchen vom Unterricht ausgeschlossen, Frauen wird eine Berufsausbildung verweigert. Krieg und Bürgerkrieg sowie sechs Jahre Terror-Regime unter dem Steinzeit-Islam der Taliban haben in dem Land am Hindukusch eine Bildungswüste ohnegleichen hinterlassen.

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Die „Kinderhilfe Afghanistan“ (eine ohne öffentliche Fördermittel ausschließlich über private Spenden  finanzierte Organisation) wurde noch während des Taliban-Regimes 1998 von dem Regensburger Arzt Dr. Reinhard Erös und seiner Frau Annette gegründet und hat seit dem Herbst 2001 über zwei Dutzend „Friedensschulen“ aufgebaut. Der seit 2002 pensionierte Oberstarzt der Bundeswehr leistet in seiner Freizeit seit über 20 Jahren humanitäre Hilfe in den Krisenregionen Afrikas und Asiens. Seit 1985 engagiert er sich im Besonderen für Afghanistan. 
Für seinen humanitären Einsatz wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Marion-Gräfin-Dönhoff-Preis.Die Familie Erös verfügt in Afghanistan über mehrere hundert afghanische Mitarbeiter, die auch leitende Funktionen ausüben. Eine wichtige Devise beim Schulbau lautet, sowenig  Maschinen wie nötig einzusetzen und so viele Arbeiten wie möglich von Hand ausführen zu lassen.
Die Arbeiter können dadurch ihre Familien für einige Monate ernähren. Da die Bauern aus der Umgebung beim Bau mithelfen, ist es „ihre Schule“, die Schule der Einheimischen, die nicht in Gefahr ist, von den Taliban angegriffen oder niedergebrannt zu werden. Die sehr niedrigen Gehälter der Lehrer werden aus Spendenmitteln der „Kinderhilfe Afghanistan“ so weit aufgestockt, dass man davon leben kann.
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Die von der Aktion Kleiner Prinz finanzierte Schule wurde im Juli 2008 in Jalalabad im Osten Afghanistans eingeweiht. Die Sicherheitslage ist nach wie vor ernst, die Opfer auch in der Zivilbevölkerung sind erheblich. In einem der ärmsten Länder der Erde mit einer der weltweit höchsten Analphabetenquoten setzt die Eröffnung dieser Schule für junge Mädchen ein wichtiges Zeichen der Hoffnung, ein Gegengewicht zu den berüchtigten radikal-islamischen Koranschulen, in denen Jungen zu Hass auf alles Nicht-Islamische erzogen und Mädchen überhaupt nicht unterrichtet werden. Sie öffnet ihren Schülerinnen die Tür zu einer besseren, friedlichen Perspektive, in der auch und gerade die Frauen zum Wiederaufbau ihres unbeschreiblich geschundenen Landes beitragen werden.

Das Schulprojekt ist eines der fünf Afghanistanprojekte der Aktion Kleiner Prinz seit Beginn der amerikanischen Antiterror-Operation nach dem Anschlag vom 11. September 2001:

  • Im Winter 2001 sammelte die Kinderhilfsorganisation für afghanische Flüchtlingskinder über 70t Winterkleidung, die mit zwei gecharterten Flugzeugen ins pakistanische Peshawar gebracht und von der Unicef verteilt wurden.
  • Im Sommer 2004 wurde der mit einem schweren Herzfehler geborene afghanische Junge Ammanu in der Uniklinik Münster erfolgreich operiert.
  • Ebenfalls 2004 stellte die Aktion Kleiner Prinz 10.000 Euro für die Kinderzentren „Aschiana“, Orte der Zuflucht und Bildung für Straßenkinder in Afghanistan, zur Verfügung.
  • Seit 2008 reist Brigitte Weiler im Auftrag der Hilfsorganisation einmal im Jahr ins nördliche Afghanistan, wo sie Kinder in Flüchtlingslagern mit warmer Kleidung und Schulmaterial sowie eine abgelegene Klinik mit Verbandszeug und Medikamenten versorgt. Dieses Projekt wird bis heute durchgeführt.

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. Juli 2010 um 19:04 Uhr