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Langzeit-Engagement im Kongo Drucken

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Goma, eine Provinzhauptstadt von ca. 500.000 Einwohnern, 1500 m hoch im äußersten Osten der Demokratischen Republik Kongo gelegen, war als Grenzstadt immer in einem besonders grausamen Ausmaß von blutigen Kriegen und bestialischen Massakern betroffen. Die Aktion Kleiner Prinz engagiert sich hier seit zwei Jahrzehnten für Not leidende Kinder. Schon 1994, nur acht Monate nach ihrer Vereinsgründung, sammelte die Warendorfer Kinderhilfsorganisation 100.000 DM für ein Flüchtlingslager in Goma, in dem ca. 10.000 durch Flucht und Krieg verwaiste Kinder aus dem benachbarten Ruanda betreut wurden.

Dr. Bernd Otte mit einigen seiner kleinen Schützlinge Im Jahr 1997 wurde das Land (das damals noch Zaire hieß) abermals hart getroffen: Das Leben von vielen tausend Flüchtlingen aus Ruanda in einem Lager nahe der Stadt Kisangani war durch Cholera, Überflutung und Hunger bedroht. Wieder konnte die Aktion Kleiner Prinz durch 100.000 DM und sechs Tonnen medizinischer Hilfsgüter Schlimmeres verhindern. Die medizinische Hilfe ging an das Virunga-Hospital in Goma, wo die Infusionen aus Deutschland Hunderte von cholerakranken Kindern vor dem sicheren Tode retteten.
Als sei das Elend der Bevölkerung noch nicht groß genug, zerstörte 2002 der Ausbruch des Vulkans Nyragongo einen großen Teil Gomas und mit ihm auch dieses segens- und traditionsreiche Krankenhaus. Um die für die Überlebenden dringend nötige medizinische Hilfe einigermaßen zu sichern, wurde in einem weniger gefährdeten Teil der Stadt unter Leitung des Allgemeinmediziners Dr. Bernd Otte das Feldhospital Bethesda errichtet. Von damals bis heute ist die Aktion Kleiner Prinz mit erheblichen finanziellen Zuwendungen am Wiederaufbau dieses Krankenhauses beteiligt. So steuerte sie Geld zum Bau eines neuen Operationstraktes und danach noch einmal zur Erweiterung des Krankenhauses und zur Beschaffung medizinischer Hilfsmittel und Instrumente bei. Im Jahr 2006 beteiligte sie sich maßgeblich am Bau einer Entbindungs- und Geburtsstation sowie 2007 an der Installierung einer Solaranlage. 2010 konnte mit finanzieller Unterstützung der Aktion Kleiner Prinz und der Johannes Beese Stiftung ein Kinderkrankenhaus gebaut werden.

alt Der gebürtige Warendorfer Dr. Otte, freier Mitarbeiters der Vereinten Evangelischen Mission, verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen mit Hilfsorganisationen in Afrika. Die Aktion Kleiner Prinz erhält von ihm regelmäßig detaillierte schriftliche und – bei seinen Besuchen in Warendorf – auch mündliche Berichte über die Verwendung der Gelder und weitere notwendige Hilfen. Zum Beispiel setzte er sich 2011 für den Bau eines neuen Schulzentrums in Kimbulu ein (siehe separaten Projektbericht) und 2014 für den Bau eines Gesundheitszentrums in Kalungu, 50 km von Goma entfernt. Beide Projekte wurden von der Aktion Kleiner Prinz gefördert.

Von seinen Schützlingen im Kongo erzählt Dr. Otte sichtlich beeindruckt: „Immer wieder bewegen mich die Freundlichkeit und Freude der Menschen, die trotz ihrer Armut und verzweifelten Situation lachen und singen“.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 22. November 2015 um 15:14 Uhr